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HORNER Magazin | 04.2012

HORNER Magazin | 04. 201214 UNSERE TITELSTORY | E-BIKES ersten Meter erst einmal in Schwung kommen müssen, genügt bei den E-Bikern ein leichter Druck auf die Pedale, und schon fährt das Rad mit einem leichten Ruck unter dem Sattel zügig los. Bei der Einstellung „standard“ müssen auch die E-Biker einigermaßen in die Pedale treten, was auf dem recht schmalen Fahrradweg auf der Leher Heerstraße aber auch angemessen erscheint. In Höhe Herman’s Post biegen wir rechts in die Oberneulander Landstraße ein und radeln bis zum Aumundsdamm. Dieser wunderschöne Weg, vorbei an Heinekens Park, führt uns bis zum Hollerdeich, dem wir rechter Hand 2,4 km bis zum Ebbensieker Weg folgen. Hier geht es über die Wümmebrücke ins Deichhinterland Richtung Fischerhude. Der Wind bläst uns kräftig ins Gesicht. Warum haben Radfahrer bloß immer den Wind von vorne? Wir tauschen zum ersten Mal die Räder. Die Radler – noch ein wenig skeptisch - wechseln auf die E-Bikes und haben im glei- chen Moment den wirklich direkten Vergleich im Kampf gegen den Wind. „Super, wie das abgeht“, hören wir Rosi rufen und auch Hans-Jürgen ist begeistert. Heinz und ich kommen kaum hinterher und müssen ordentlich in die Pedale treten. Die Motoren der E- Bikes schnurren kaum hörbar und bei der Einstellung „high“ ist der Muskelaufwand nicht der Rede wert. Wir kommen an eine zweite Brücke und vor uns liegt eine leichte Steigung. Als hätte er einen Tempomat eingestellt, nimmt Hans-Jürgen die Erhöhung ohne Tempoverlust. „Das hätte ich nicht gedacht, dass das so leicht geht. Toll!“, staunt er. Der Wechsel zwischen Kraftaufwand mit den herkömmlichen Fahrrädern und Entspannung mit den E-Bikes ist bei dem stürmischen Wetter ideal, der Fahrspaß mit den E-Bikes nahezu perfekt! Wie toll muss das erst in den Bergen sein! Nach etwa drei Kilometern durch Wiesen und Felder, bei minde- stens gefühlten sechs Windstärken, im Wechsel zwischen E-Bike und herkömmlichem Stahlross, erreichen wir Fischerhude. Über die Molkereistraße gelangen wir auf die Kirchstraße. Das alte Kopfsteinpflaster der Straßen ist sehr holperig, der Ort sehr be- schaulich und wir haben das Gefühl mit unseren E-Bikes an diesem Ort der Zeit ein wenig voraus zu sein. Umso erstaunter sind wir, als wir vor einem Geschenkeladen eine ganze Reihe von E-Bikes ste- hen sehen. Wir biegen links „Zum Dieker Ort“ ab und gelangen „In der Bredenau 81“ zu unserem heutigen Ziel: dem idyllischen Rilke-Café. Wir sichern unsere E-Bikes, von denen das Topmodell „Flyer“ aus der Schweiz allein den stolzen Wert von 3.000 € hat. Der schöne Garten lädt zum Verweilen ein, aber es ist draußen zu kalt. Bei Kaffee und Kuchen in der gemütlichen Café-Stube sind wir uns einig, dass das Fahren mit einem E-Bike ganz neue Möglichkeiten bietet. Die Akkus reichen je nach Marke bis zu 140 Kilometern. Aufgeladen werden sie in einer Ladestation mit dem Strom aus der Steckdose. Der Stromverbrauch ist vergleichbar mit dem Internet- Surfen am PC, und um Energie zu sparen, kann der Motor auf län- geren Strecken zwischendurch auch einmal ausgeschaltet werden. Das E-Bike läuft dann so leicht wie ein herkömmliches Fahrrad. Laut ADAC steigen die Verkaufszahlen von E-Bikes so rasant wie bei keinem anderen Verkehrsmittel. Wir haben den Test gemacht und können uns gut vorstellen, ein E-Bike zu fahren. Ob für kurze Strecken innerhalb des Stadtteils, für Fahrten ins Büro oder aber für längere Ausflugsfahrten in unserem windigen Norden, sowie für Menschen, die körperlich nicht mehr so fit sind, ist ein E-Bike ideal.

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