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HORNER MAGAZIN | Oktober-November 2012

n der Universitätsallee / Ecke Tönjes-Vagt-Weg im Tech- nologiepark in Bremen-Horn haben soeben die Bauarbei- ten zu einem neuen Hotel begonnen. Detlef und Jan Pauls, Inhaber des Ringhotels Munte am Stadtwald sowie des VCH-Hotels Bremer Haus in der Löningstraße, errichten mit dem 7THINGS ein 2-Sterne-Superior-Angebot mit 89 Zimmern neben dem Universum. „Wir wurden von potenziellen Gästen immer wieder auf ein niedrig- preisiges Angebot an der Schnittstelle von Universität, Universum und Technologiepark angesprochen“, erklärt Detlef Pauls. „Das konnten wir mit unserem 4-Sterne-Haus Hotel Munte nicht bieten, und so lag es nahe, sich in diesem Segment zu engagieren“, ergänzt sein Bruder Jan. Als Hauptzielgruppe sehen sie dafür Besucher und Gäste der Unternehmen im Technologiepark, des Universums und der Universität. Das deutsche Sprichwort „Ich packe meine sieben Sachen“ brachte die erfolgreichen Hotelbetreiber auf den Namen „7THINGS“. Die Ergän- zung „my basic hotel“ spielt auf die Preiskategorie an: Das 2-Sterne-Su- perior-Hotel bietet alle wesentlichen Voraussetzungen für einen angenehmen Aufenthalt nach dem Motto „Weniger ist mehr“. Die sieben „Basics“, die die Brüder Pauls in den Vordergrund stellen, sind eine angenehme Atmosphäre, bequeme Betten, ein frisches Snack- angebot auch außerhalb des Frühstücks, ein modernes Bad, ein Treff- punkt für interessante und nette Begegnungen sowie schnelles Internet im ganzen Hotel und obendrein die perfekte Anbindung an die Innen- stadt und den Flughafen durch die Linie 6, deren Haltestelle Universität / NW1 in unmittelbarer Nähe liegt. Von außen präsentiert sich das 7THINGS mit einer modernen Holzfas- sade, die sich harmonisch in das Umfeld einpasst. Im Erdgeschoss do- miniert Glas die Fassade und lässt Blicke durch das Gebäude ins umliegende Grün frei (Architekten: S3 Sasse/Stein/Sasse). Für das 7THINGS, das im April 2013 eröffnen soll, werden Detlef und Jan Pauls ca. 4,1 Mio. Euro investieren. Offizieller Inhaber ist die von den Brüdern gemeinsam geführte Munte GmbH & Co. KG, die dann in der Hansestadt drei Hotels betreiben wird. 7Things my basic hotel Universitätsallee / Ecke Tönjes-Vagt-Weg, 28359 Bremen Telefon: (0421) 2202603 www.7things-hotel.de HORNER Magazin | Oktober-November 201216 7THINGS my basic hotel A Detlef und Jan Pauls errichten ein neues Hotel im Technologiepark CAMPUS | 7THINGS MY BASIC HOTEL Weit mehr als nur ein „Rad im Getriebe“ Und der Ausblick? Was muss erreicht werden, damit die Fachwelt eines Tages auch so aner-kennend von der Ära Scholz-Reiter spricht wie über die beiden Amtsperioden seines kürzlich verabschiedeten Vorgängers Wilfried Müller? – „Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, woran sich der Erfolg eines Uni-Rektors messen lässt“, formuliert Bernd Scholz- Reiter nachdenklich. „Im Grunde bin ich doch nur ein Rad im Getriebe.“ – Aber ein wichtiges!, möchte man hinzufügen. Doch bei aller Zurück- haltung, natürlich weiß der neue Rektor um die Bedeutung seiner Posi- tion. Es ist genau diese Mischung aus Visionen und Bodenständigkeit, die sich eine zukunftsorien-tierte Institution von seiner Leitung nur wün- schen kann. Keine Frage, dass Scholz-Reiter auf seinem Fachgebiet Ex- perte ist. Aber er bringt auch die „weichen“ Faktoren mit, die eine moderne und verantwortungsvolle Führungskraft von heute ausmachen. Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern und Lernenden und ein natürli- ches Wesen, dem es längst nicht nur um wissenschaftlichen Ruhm geht. Die regionale Einbindung der Uni zum Beispiel, ihre sichtbare Zugehö- rigkeit zum Stadtteil, das alles sind Faktoren, die den Rektor sehr wohl beschäftigen. Für mehr Anbindung an Horn Es sei doch merkwürdig, findet Bernd Scholz-Reiter, dass der Campus von vielen Nicht-Bremern eher Schwachhausen zugeordnet werde als Horn. Aber gut möglich, dass das mit der Linie 6 zusammenhänge, die ja direkt über Schwachhausen zum Campus führe, sinniert er. Umso mehr freut es ihn, wenn es Kooperationen zwischen Horn und der Uni gibt. Zum Beispiel kürzlich mit dem Gymnasium, das seinen Abiturien- ten in diesem Jahr die Zeugnisse in einem Uni-Hörsaal ausgehändigt hat. Unter ihnen war übrigens auch der mittlere Sohn von Bernd Scholz- Reiter, der zweite bereits, der in Horn sein Abi absolviert hat. Der jüng- ste, zwölfjährige Sohn besucht ebenfalls das Horner Gymnasium. Auch in administrativer Hinsicht legt Scholz-Reiter großen Wert auf eine konstruktive Zu-sammenarbeit mit dem Stadtteil. „Wir sind von Horn immer gut behandelt worden“, berichtet er von zurückliegenden Pro- jekten, etwa wenn es um Bauvorhaben ging. Die Infrastruktur der Bre- mer Uni sei einfach hervorragend, befindet der Rektor in Bezug auf ihre räumlichen Mög-lichkeiten und ihre Lage mitten im Technologiepark. 10.000 Menschen seien inzwischen hier beschäftigt, 3.500 davon alleine an der Uni. Für die beiden Ortsteile wünscht er sich ein stärkeres Zu- sammenwachsen. So sollte seiner Meinung nach die Busverbindung zwi- schen Uni und Wohngebiet intensiviert werden. Irgendwie, sagt der Bürger Scholz-Reiter, wirkten der Jan-Reiners-Weg und der Autobahn- zubringer auf ihn immer wie eine unsichtbare Trennlinie. Mit der Gesellschaft in einen fairen Dialog treten Und Bremen insgesamt? Wie schätzt der Uni-Chef das Image der Uni- versität in der Hansestadt ein? – Wenn er zu Stoßzeiten mit der Linie 6 zum Campus komme, fällt ihm spontan dazu ein, dann passiere es häu- figer, dass sich Fahrgäste über die vielen Studenten beschwerten. Aber das sei wohl unvermeidbar und in anderen Unistädten ähnlich. Für be- denklich halte er dagegen die einseitige Berichterstattung über wichtige Forschungsprojekte durch die Medien. Zum Beispiel die emotional ge- führte Diskussion um einzelne Grundlagenforschungen in den letzten Jahren. Oder erst kürzlich die Kritik an dem vermeintlichen Bruch der Uni-Zivilklausel. „Unsere Arbeit ist auch an Ethikgrundsätze gebunden, die wir streng- stens befolgen“, erläutert der Rektor ernst. Gerne würde er mit seinen Kritikern in einen fairen Dialog treten. Doch das setze voraus, dass über die Arbeit in den Fachbereichen auch objektiv und sachgemäß berichtet werde. „Einseitiges Informieren dient immer der Meinungsmache“, stellt Bernd Scholz-Reiter klar. Es ist zu vermuten, dass er auch in die- sem Punkt noch gefordert sein wird. Schließlich hatte es die Forschung noch nie leicht, die Gesellschaft von ihrem langfristigen Nutzen zu über- zeugen.

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