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HORNER Magazin | Winter 2012

HORNER Magazin | Sommer 2011 17 LESELUST IN HORN-LEHE | BIBLIOTHEK BUCH HORN sei es gar nicht so leicht gewesen, sie an die Arbeit am PC heranzuführen, erinnert sich Christiane Müller. „Aber auch da haben wir uns durchgebissen. Wir würden die Arbeit bestimmt nicht auf uns nehmen, wenn sie uns nicht so viel Spaß machen würde“, so die 59-Jährige. Dass die Bibliothekbetreiber mit Leiden- schaft dabei sind, zeigt sich schon an der Art, wie sie bei der Auswahl ihrer Medien vorgehen. In regelmäßigem Austausch mit der Sponsorin der ersten Stunde, der Buch- händlerin Gretel Sattler, wird der Markt der Neuerscheinungen analysiert. Den Biblio- thekarinnen ist es wichtig, ihren Lesern hochwertiges Material anzubieten, das sie unkompliziert und brandaktuell in ihren Bestand aufnehmen können. Gerade ist ein umfangreiches Sortiment neuer Bücher ein- getroffen, darunter zahlreiche Krimis aus Island, dem Partnerland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Aber auch der ak- tuelle Roman von Boulem Sansal, der so- eben mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, gehört für die Bibliothekbetreiber selbstredend zum Ausleihangebot. Neben Hörbüchern gibt es eine Vielzahl ausgesuchter Biogra- phien. Hier setzen Christiane Müller und Marga Bruns auf Werke, die nicht nur einen interessanten Lebenslauf schildern, sondern auch einen bildenden Charakter haben, wie etwa die Biographien großer Politiker. Kri- terien für die Auswahl von Lebensge- schichten seien immer, dass sie ein breites Publikum ansprächen und Niveau hätten. „Deshalb kommt uns die Biographie von Daniela Katzenberger oder von Philipp Lahm auch nicht ins Haus“, sind sich die beiden Frauen einig. Trotzdem sie ausschließlich mit Ehrenamt- lichen arbeiten, haben die Vorsitzenden kei- nen Mangel an „Nachwuchskräften“ zu beklagen. Die Motivation der Mitarbeiter erfolgt schon durch die positive Resonanz der Bibliotheknutzer. Dass der Verein fi- nanziell über die Runden kommt, ist der stetig wachsenden Mitgliederzahl zu ver- danken sowie Globalmitteln aus dem Orts- beirat und sporadischen Unterstützungen von Sponsoren. „Allerdings“, ergänzt die sonst so agile Christiane Müller auf einmal nachdenklich, „was uns immer wieder vor Probleme stellt, ist der begrenzte Platz.“ Und dann beginnen sie und Marga Bruns wie aus einem Mund zu schwärmen: „Etwas mehr Platz dazu wäre ein Traum. Was wir da alles an guten Medien unter- bringen könnten. Von dem klassischen roten Sofa für anregende Lesungen ganz zu schweigen …“ www.buch-horn.de Christiane Müller, Erste Vorsitzende des Fördervereins.